Altes Wissen nutzen

Die Magie des Kochens – Nütze sieben Kräfte in Zeiten des Wandels

Kochen ist weit mehr als das Zusammenfügen von Zutaten nach Vorgaben! Sich der Kräfte bewusst zu werden, die wirken, wenn du eine Mahlzeit für dich zubereitest, kann dir eine wichtige Unterstützung in schwierigen Lebensphasen sein.

Seelische Krisen zehren an unserem Körper. Besonders wir Frauen essen entweder zu viel oder zu wenig, wenn es uns emotional schlecht geht. Andere zu versorgen gelingt uns meist sehr gut, bei uns selbst fehlt uns häufig die notwendige Achtsamkeit, aber auch das nötige Bewusstsein dafür, was uns nährt und was nicht. Dabei kommt es nicht nur darauf an, herauszufinden, was wir elementar an Nährstoffen benötigen und auf was jede Einzelne speziell achten sollte.

In diesem Beitrag möchte ich dich mit sieben Kräften des Kochens in Berührung bringen. Sie zu nutzen und bewusst einzusetzen, wird dir zweierlei schenken: 

  • Kochen kann ein Moment der Ruhe, des Innehaltens werden, im Sturm der Krise, der um dich tobt
  • Die so zu bereiteten Speisen enthalten nicht nur Nahrung für deinen Körper, sondern gleichzeitig auch Nahrung für deine Seele

Kraft der Berührung

Jedes Mal, wenn du kochst, wenn du aus rohen Zutaten eine Mahlzeit zubereitest, strömt eine Kraft von dir dort hinein. Wo zuvor Gemüse, Nudeln, Gewürze etc. getrennt vor dir lagen, kannst du hinterher, nachdem du „gewirkt“ hast, dich an den Tisch setzen und ein fertiges Gericht zu dir nehmen. Werde dir bewusst, dass du es bist, die mit jeder einzelnen Berührung, mit jeder Bewegung, die du ausführst, diese Veränderung herbeiführt. Je achtsamer du beim Kochen vorgehst, je sorgfältiger du die einzelnen Bewegungen ausführst, desto kraftvoller fließt deine Energie in deine Mahlzeit. Du wirst den Unterschied nicht nur sehen, sondern auch schmecken. Du kannst es Selbstfürsorge nennen oder Selbstliebe, in jedem Fall tust du dir gut und du nährst deine Seele. Und von dieser Art „Nahrung“ kann es nie genug geben, gerade in Zeiten von Krisen und Lebensübergängen!

Kraft der Farben

Rote Tomaten, grüne Gurken, gelbe Paprika, lila Auberginen…für die Augen eine Sinnesweide! Allein einmal eine Mahlzeit als „Gemälde“ zu betrachten und die Zutaten miteinander zu komponieren, so dass am Ende „das Auge mitisst“, macht schon einen Unterschied. Doch die Farben wirken auch auf unbewusster Ebene, durch ihre unterschiedlichen Schwingungen. Vielleicht hast du schon einmal beobachtet, dass du Phasen hast, in denen du „Lust“ auf eine ganz bestimmte Obst- oder Gemüsesorte hast. Dann wieder kannst du etwas gar nicht mehr sehen, oder es gibt auch Sorten, um die machst du grundsätzlich einen großen Bogen. Besonders in Krisenzeiten kannst du dich durch die Kraft der Farben stärken, indem du dem Impuls deines Körpers folgst und das isst, was „er“ für stimmig befindet und gerade braucht.

Kraft der Richtung

Oft genug rühren wir beim Kochen in unseren Töpfen. Manchmal nur ab und zu, damit nichts anbrennt, manchmal beständig, um eine gute Verbindung zu gewährleisten, z. B. bei Saucen. Auch hier kannst du durch bewusstes Rühren deiner Mahlzeit zusätzlich Energie zuführen, durch Rühren im Uhrzeigersinn, am besten mit einem Holzlöffel, keinem aus Metall oder Kunststoff. Eine alte Weisheit, die früher von Frau zu Frau, von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Nicht groß hinterfragt, nichtsdestotrotz sehr wirkungsvoll!

Kraft der Gedanken

Gerade in Zeiten des Umbruchs und der Veränderung kreisen unsere Gedanken um all die ungelösten Probleme der augenblicklichen Situation. Selten zeigen sich dabei Lösungen, am ehesten verstärken sie unser Unwohlsein und die Not, in der wir uns befinden. Versuche in der Zeit des Kochens, deinen Gedanken einen anderen “Inhalt” zu geben. Wenn du sie als weitere „Zutat“ begreifst, dann frage dich, was dir Kraft und „seelische Nahrung“ geben könnte, in deiner jetzigen Situation. Spiele mit den Worten, lege den Fokus deiner Aufmerksamkeit auf „Lebensfreude, Zuversicht, Hoffnung, Leichtigkeit etc.“ und lass diese während der Zubereitung ganz nebenbei mit in den Topf „fließen“. Natürlich wird der Gedankenstrom nicht nur solche „stärkenden Energien“ produzieren, aber je mehr es dir gelingt, „Gutes“ zu denken, desto mehr Kraft erhält deine Speise!

Kraft der Ruhe und Verbindung

Mahlzeiten, die in aller Eile, zwischen Tür und Angel, zubereitet werden, tragen diese Energie in sich. Wenn du dann auch noch in dieser Anspannung isst, bist du im besten Fall zwar satt, nicht aber „genährt“, im Sinne von seelisch aufgetankt. Beginne bereits beim Kochen damit, zur Ruhe zu kommen! Beginne bewusst, indem du für einen Moment innehältst, zwei, drei tiefe Atemzüge tust und deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper lenkst. Spüre deine Füße auf dem Boden, vertiefe den Kontakt. Wenn du schon etwas geübter bist, stell dir vor, wie Wurzeln von deinen Fußsohlen in die Erde wachsen. Verankere dich dort. Während du jetzt mit den ersten Handgriffen beginnst, bleibe gleichzeitig in Kontakt mit deinem Atem und den Füßen.

Kann sein, dass du dein sonstiges „Tempo“ runterfahren musst, um in Verbindung zu bleiben. Perfekt, denn in der Ruhe liegt die Kraft! Diese Ruhe wird in deine Mahlzeit einfließen, einfach, weil jede Handbewegung ab jetzt eine ruhige Energie beinhaltet. Vielleicht möchtest du diese Verbindung nützen, um eine weitere „Zutat“ deiner Speise hinzuzufügen: Stell dir vor, dass du über die Wurzeln deiner Füße nährende Energien aus der Erde heraufholst und lass diese durch deine Hände „in den Topf“ hineinfließen. Dafür genügt lediglich deine Entscheidung, du musst dafür nichts „tun“.

Kraft des Augenblicks

Ganz automatisch bringen dich dein bewusstes Atmen und die Hinwendung zu deinem Körper in den gegenwärtigen Augenblick. Eine weitere wertvolle Kraftquelle für dich und das von dir zubereitete Essen: Nütze die Zeiten handelnden Tuns im Hier und Jetzt! Sorgen und Ängste, ausgelöst durch Gedanken, die mehr in der Zukunft hängen, zehren uns aus. Gerade in der Not haben wir oft den Kopf übervoll und sehnen uns nach Entspannung und „Runterkommen“. Kochen kann hier einen Raum öffnen. Besonders einfache, schon oft zubereitete Mahlzeiten eignen sich gut für die Kraft des Augenblicks: Während du ruhig atmest und mit den Füßen verankert bist, führe eine Bewegung nach der anderen durch, ganz bewusst.

Bemühe dich, jede einzelne Handlung wahrzunehmen…Kartoffeln waschen und schneiden, in den Topf geben, Wasser dazu, Salz hinein, Deckel drauf, Herd anschalten und Topf auf die Platte stellen…. Auch, wenn dir jetzt vielleicht innerlich die „Haare zu Berge stehen“…probiere es aus! Je öfter du bewusst, im jetzigen Augenblick, eine Handlung nach der anderen durchführst, desto mehr wirst du erleben, wie sich diese Kraft entfaltet. Das Sein im Moment wird dich schon während des Kochens entspannen und gleichzeitig als Kraft in deine Mahlzeit einfließen.

Kraft der Führung

Kochen ist nicht zuletzt eine Gelegenheit, mit deiner inneren Stimme in Kontakt zu kommen. Beim Lesen des Rezepts könnte sie sich melden mit dem Impuls: “Lieber Zucchini mit in den Ofen, statt im Topf mit den Paprika…“, auch, wenn das Rezept es eben anders vorsieht. Oder, du hast Lust, das Gericht dieses Mal abzuwandeln, weil dir gerade eine bestimmte Gemüsesorte gar nicht „taugt“. Schließlich fällt dir am Schluss noch ein, diesmal noch Kräuter hinzuzugeben oder ein bestimmtes Gewürz. Die Möglichkeiten sind unendlich, und vielleicht nickst du jetzt mit dem Kopf, weil du genauso immer kochst. Prima! Sei dir ab jetzt bewusst, dass du hier mit dir „selbst“ in Kontakt bist. Wenn du beim Kochen die Verbindung zu dir bereits kennst, kannst du sie auf andere Bereiche in deinem Leben übertragen, wo sie dir noch fehlt oder du sie unterdrückst.

Für alle, die beim Kochen bisher ganz am Kochbuch ausgerichtet waren (so, wie ich am Anfang), ist dies der Raum, sich auszuprobieren: Achte in Zukunft auf innere Impulse, halte inne und folge ihnen. Setze sie in die Tat um! Du wirst sehen, wie kreativ auch du bist und, wie sehr du selbst und deine Mahlzeiten davon „profitieren“. Nicht nur, dass du jedes Mal genau das kochst, was dir gut tut und du gerade brauchst, sondern auch, dass du nebenbei noch ein Übungsfeld dazugewinnst, wo du lernen kannst, dich selbst und deine Wahrheit zu erlauben.

Wie geht es dir jetzt? Haben dich eine oder mehrere Kräfte besonders angesprochen? Konntest du mit einer gar nichts anfangen? Oder fühlst du dich überfordert, in dem Anspruch, immer jede einzelne Kraft nützen zu müssen?

Mir ist es oft so ergangen, dass ich am liebsten alles, am besten noch perfekt, genauso umsetzen wollte. Dieser Druck führte aber lediglich dazu, dass ich nach einer gewissen anfänglichen Euphorie bald die Lust verloren hatte und am Ende oft nur eine Erinnerung blieb. Daran, dass mich etwas inspiriert hatte und dies dem Alltag einfach nicht standhalten konnte.

Damit es dir nicht geht wie mir, möchte ich dir folgenden Tipp geben: Suche dir eine der sieben Kräfte aus, die dich spontan am ehesten anspricht und schreibe dir stichpunktartig ihre Essenz auf einen Zettel. Hänge diesen gut sichtbar in deiner Küche auf und bemühe dich, anfänglich mindestens drei Mahlzeiten in der Woche so zuzubereiten.

Es kommt nicht darauf an, möglichst viel, möglichst schnell etwas zu verändern:

Wandlung braucht Zeit, sie braucht deine Aufmerksamkeit und sie lässt sich nur durch beständiges Dranbleiben herbeiführen. Jeder noch so kleine Schritt, der in diese Richtung führt, ist wertvoll. Ich weiß, dass du diesen einen kleinen Schritt gehen kannst!

Bildquelle:Unsplash

No Comments
Previous Post
9. September 2018
Next Post
9. September 2018

No Comments

Leave a Reply