Altes Wissen nutzen

„You are never alone“- mein spirituelles Erleben, dass auch dir Halt und Unterstützung geben kann

Wenn es uns gut geht und wir im Gleichgewicht sind, tritt bei vielen der Glaube an eine Kraft – größer als wir selbst – in den Hintergrund. Erst in der Not, wenn unser Alltag aus den Fugen gerät und kein Stein mehr auf dem anderen bleibt, fangen wir manchmal an zu beten. Es ist, als ob in solchen Augenblicken, in denen wir mit den üblichen Mitteln nicht mehr weiterkommen, eine Tür aufgeht und selbst sonst eher vernunftbetonte Menschen sich in der Hinwendung zu Gott oder wie auch immer du es nennen möchtest, Erleichterung erhoffen.

In diesem Beitrag möchte ich dich teilhaben lassen an meiner gelebten Spiritualität, in der ich nun schon viele Jahre zu Hause bin und die mich durch schwierige Zeiten getragen hat und immer noch trägt. Ich finde dort auch den Sinn hinter all dem, was mir in diesem Leben begegnet ist und noch begegnen wird. Im tiefen Empfinden und Verstehen gelingt es mir immer wieder, Herausforderungen zu meistern, ohne die Kraft zu verlieren für den nächsten anstehenden Schritt. 

„You are never alone.“ Diesen Satz sagte meine schamanische Lehrerin ziemlich am Anfang meiner Ausbildung. Wenn wir uns wieder dafür öffnen, dass wir selbst und alles um uns herum beseelt sind, dass die Natur und alles darin nicht nur eine spezifische Zusammensetzung unterschiedlicher Moleküle ist, sondern einen Geist in sich trägt, werden wir leichter unseren Weg gehen können und in Krisen und Übergängen Halt und Unterstützung finden!

Mein spirituelles Erleben

Im Glauben, den wir aus den monotheistischen Religionen kennen, folgen die Menschen einem Bild von sich selbst, von der Welt und von einem Gott außerhalb ihrer selbst, das von anderen gefunden wurde und deren Lehren vermittelt werden. Meine Erfahrung ist allerdings, dass etwas dich langfristig auf Seelenebene nur trägt, wenn es sich für dich gut anfühlt, du es in dir selbst erlebst und spürst. Andernfalls hast du im Kopf zwar ein Denkmodell und kennst Formen, diesen Glauben zu praktizieren, aber innerlich bist du leer und fühlst dich allein und abgetrennt. Das ganzheitliche Verständnis für den Kosmos, das ich habe, basiert auf universellen Lehren. Meine Naturverbundenheit und meine ständige Suche nach Antworten auf die Fragen „wer bin ich?“, „wo komme ich her?“ und „wo gehe ich hin?“ haben mich mein Zuhause im Schamanismus und in der Astrologie finden lassen. Dies war und ist mein bisheriger Weg, aber ich habe nicht den Anspruch, dich zu meiner Wahrheit zu bekehren. Jedoch ist dies meine Basis, die mein Sein durchdringt und damit auch meine Arbeit. Du bist herzlich willkommen, dich darauf einzulassen, genauso aber auch frei, deinen eigenen Weg zu gehen.

Kosmisches Bewusstsein in alten Kulturen

Schamanische Spuren finden sich in allen ursprünglichen Gesellschaften rund um den Globus. Sie reichen viele tausend Jahre zurück, bis in die Steinzeit. Im Schamanismus finden wir nicht nur die „älteste spirituelle Praxis“ der Menschheit, sondern auch die älteste Heilmethode. Im schamanischen Bewusstsein zu leben heißt im Einklang mit der Natur zu sein und den kosmischen Gesetzen zu folgen. Dafür muss man kein Schamane oder schamanisch Praktizierender sein.

Dieses spirituelle Bewusstsein unterscheidet sich maßgeblich von dem unserer heutigen monotheistischen Religionen:

  • „Der große Geist“

Es gibt eine Quelle allen Seins, eine Lebens- oder Schöpferkraft, die den gesamten Kosmos durchdringt. Der „große Geist“ lebt in allem und dadurch ist alles mit allem verbunden = All-Eins-Sein

  • Verehrung von „Mutter Natur“

Die Natur wird als belebt und beseelt wahrgenommen. Nicht nur Pflanzen, Bäume oder Tiere sind lebendig und haben eine Seele, sondern auch Steine, Elemente, Landschaften oder Himmelskörper. Dieses Empfinden führt zu Respekt und Wertschätzung für alles, was ist. 

  • Die nicht-alltägliche Wirklichkeit

Neben der sichtbaren alltäglichen Wirklichkeit gibt es die nicht-alltägliche Wirklichkeit. Diese ist nicht abgekoppelt, sondern ein Teil dieser. Es wird zwischen der Mittleren Welt, in der das alltägliche, physische Leben stattfindet, unterschieden, sowie der Oberen und der Unteren Welt.

  • Die geistige Welt

Es gibt mehr als das Auge sieht. Neben den auf der Erde lebenden Menschen, Pflanzen, Tieren und Mineralien gibt es noch andere immaterielle Wesen, die spezifische Kraft und Qualitäten besitzen, z. B. Engel, Krafttiere, Elementegeister uvm

  • Ahnenverehrung

Die Verbindung zu den Ahnen unterstützt die Lebenden auf ihrem Weg. Unsere Ahnen sind nicht an Raum und Zeit gebunden und können so an Traditionen erinnern und Wissen weitergeben, damit es nicht verloren geht oder Zukünftiges sehen und unterstützend wirken.

Möglicherweise klingt dies zunächst fremd und ungewohnt für dich. Vielleicht geht aber ein Teil von dir damit in Resonanz. In jedem Fall findest du hier eine Erklärung für den oben genannten Satz: „You are never alone.“

Bevor ich dir im dritten Teil dieses Beitrags einige Hinweise gebe, wie du dieses neue Bewusstsein für dich nützen kannst, möchte ich dir zunächst noch erläutern, wer der Mensch, also du und ich, in diesem Kosmos ist, wo wir herkommen und wieder hingehen.

Der Mensch als einzigartiger Ausdruck des „Großen Geistes“

„Du bist in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt.“ 

Ich versuche, dir diesen Satz anhand von Bildern zu erläutern. Wir können uns auf der Ebene, auf der wir uns befinden, nur annähern an das, was die „Wahrheit“ ist und diese schon gar nicht wissenschaftlich beweisen. Wie oben schon erläutert, war und ist mein Empfinden der Wegweiser, ob etwas für mich stimmt und ich damit sein kann. Ich lade dich also ein, während des Lesens in dich hineinzuspüren und die Worte in dir wirken zu lassen.

  • „Bewusstseinsfunken“

Innerhalb des „Großen Geistes“ existieren Bewusstseinsfunken. Um neue Erfahrungen machen zu können, verlassen sie ihren Ursprung. Eine mögliche Erfahrung ist der Eintritt in die „Dualität“ der Erde (hell/dunkel, wahr/falsch, schwarz/weiß usw). Dazu ist es notwendig, die ursprüngliche Androgynität aufzugeben, sich in verschiedene Seelenanteile aufzuteilen und das Bewusstsein des „All-Eins-Seins“ zu vergessen.

  • „Das Höhere Selbst“

Dieser Seelenanteil bleibt zusammen mit anderen auf einer höheren Ebene zurück, während andere noch tiefer in die Materie hinabsteigen, um eine „menschliche Erfahrung“ zu machen. Er hat sich „verpflichtet“, jene Anteile, die sich als Mensch in der Trennung von sich selbst erfahren wollen, darin zu unterstützen, wieder den Weg zurückzufinden zur Quelle des „Großen Geistes“.

  • „Deine innere Stimme“

Ein anderer Seelenanteil, der sich in uns Menschen befindet, sehnt sich danach, mit dem „Höheren Selbst“ wieder in Verbindung zu kommen und mit ihm zu verschmelzen. Ich nenne diesen Anteil gerne deine „innere Stimme“, dein Wegweiser“, die Heimat in dir selbst“. 

  • Unsterblichkeit der Seele

Der Tod ist nicht das Ende des Lebens, sondern nur ein Übergang. Der Körper (Materie) bleibt zurück und zerfällt. Die Seele „lebt“ danach in der anderen Welt und kann auch wieder für eine weitere Inkarnation in einem neuen Körper zurückkommen.

  • Das Erwachen

Zu einem bestimmten Zeitpunkt, am Ende vieler Inkarnationen beginnt ein Prozess, in dem sich die Seele erinnert, wer sie in Wirklichkeit ist. Sie möchte sich mehr und mehr mit dem „Höheren Selbst“ und den übrigen Seelenanteilen verbinden und sie in das physische Leben integrieren. 

  • Der Aufstieg

Wenn sie ihr mitgebrachtes Potential (Seelenplan) entfaltet hat, um sich selbst, anderen Menschen und der Erde zu helfen, in höhere Bewusstseinsebenen aufzusteigen, verlässt sie ein letztes Mal den Körper und kehrt endgültig zurück zur Quelle.

Darüber gibt es noch viel zu schreiben, was ich auch an anderer Stelle tun werde. Zum Beispiel, inwieweit dein Geburtshoroskop (Seelenplan) Aufschluss über deine jetzige Inkarnation geben kann, was du in diesem Leben für Erfahrungen machen willst und welches Potential darauf wartet, sich zu entfalten.

Nach diesem „geistigen Ausflug“ in die spirituelle Welt ist es an der Zeit ins Hier und Jetzt und in deine tägliche Lebenswelt zurückzukommen. Im letzten Abschnitt möchte ich dir nun einige Hinweise geben, wie du dieses Wissen in Zukunft nutzen kannst, um dir selbst Halt und Unterstützung geben zu können, wenn gerade keine deiner Freundinnen oder andere Menschen da sind.

Was du ab jetzt tun kannst, wenn du „all-ein“ bist

  1. Wann immer du Halt und Unterstützung nötig hast, geh hinaus in die Natur! Am besten ist es, dort unterwegs zu sein, wo weniger Menschen sind und du noch ursprüngliche Umgebung findest. Besonders ein Spaziergang über Wiesen und durch Waldgebiete tut unserem aufgewühlten Inneren gut. Achte dabei darauf, bewusst zu atmen und zu gehen! Bring deine Aufmerksamkeit in die Gegenwart, betrachte die Pflanzen, höre die Geräusche um dich herum, rieche den Duft von Blumen und setze dich vielleicht auch an einer geschützten Stelle auf den Boden. Berühre mit den Händen die Erde und verbinde dich innerlich mit ihr. Du bist nie allein, auch wenn gerade kein Mensch an deiner Seite ist!
  1. Manche von uns haben Tiere. Auch sie können unsere Helfer sein, wenn es uns schlecht geht. Sie mögen uns so, wie wir sind, erzählen uns keine langen Geschichten darüber, was wir zu tun oder zu lassen haben. Sie leben im Moment und können uns helfen, ebenfalls dort, in der Gegenwart, anzukommen. Ich hatte lange Jahre einen wunderbaren Kater, von dem ich viel über das Genießen des Augenblicks, über Ruhe und Gelassenheit gelernt habe. Neben ihm zu sitzen, seine Wärme zu spüren, manchmal auch sein Schnurren, hat mich immer wieder wunderbar entspannt. Sorgen und Probleme, die mir zuvor noch riesig und nicht zu bewältigen erschienen, traten für eine bestimmte Zeit in den Hintergrund. Ich konnte wieder ruhiger und tiefer atmen, meine Schultern entspannten sich und es war gerade, einfach gut.
  1. In dir „wohnt“ deine Seele. Auch sie ist immer mit dir. Du bist immer mit dir zu zweit. Im Vergleich zu den Stimmen, die laut und als oft nicht endender Gedankenstrom in deinem Kopf zu finden sind, ist die Stimme deiner Seele leise. Sie taucht aus den Tiefen in dir auf, es fühlt sich so an wie ein inneres „Wissen“. Oft kannst du sie auch über Empfindungen wahrnehmen: etwas „fühlt sich gut an“, auch wenn du es rational nicht erklären kannst. Oder du verspürst einen Widerstand, der dich abhält, etwas zu tun, auch wenn du nicht weißt, warum. In Zeiten von Übergängen bist du sehr oft in Situationen, in denen du keine Ahnung hast, wie der nächste Tag aussieht. Das was war, ist vorbei. Keine Routine, kein Alltag, der dir Orientierung gibt. Das was in der Zukunft liegt, ist nicht greifbar. Jetzt zählt nur der Moment und dein „innerer Kompass“, der dir den nächsten Schritt weisen kann.
  1. Auch bei deinen Ahnen kannst du Hilfe finden. Vielleicht hast du eine liebe Oma oder einen Opa gehabt, der schon verstorben ist und zu dem du als Kind oder Jugendliche oft gegangen bist, wenn es zuhause schwierig wurde. Ein Foto oder ein Erinnerungsgegenstand, zum Beispiel ein Schmuckstück, können dir helfen, die Verbindung zu ihr oder ihm herzustellen. Vielleicht magst du dich einmal vor das Foto setzen und einfach erzählen, was dir auf dem Herzen liegt. Ohne Punkt und Komma, einfach drauflos, solange bis alles raus ist. Wenn Tränen kommen, lass sie fließen, wenn Wut hochkommt, drücke sie aus. Sie hören dir zu, bis du fertig bist, sie bleiben da, solange du sie brauchst und vielleicht steigt in dir irgendwann ein Trost auf und dehnt sich in deinem Körper aus. Dann weißt du: Sie sind mit dir. Du bist nicht allein.
  1. In der geistigen Welt leben nicht nur unsere Ahnen, sondern auch Krafttiere, Engel, Elementegeister, Naturgeister und viele mehr. Von Engeln und Krafttieren hast du vielleicht schon gehört, hast aber keinen wirklichen Bezug zu ihnen. Meiner Erfahrung nach ist dieser Bereich noch sehr besetzt von den kirchlichen Dogmen und der rationalen Sichtweise des Lebens in unserer Welt. Besonders in uns Frauen steckt tief im Unbewussten die Angst davor, uns der nicht-alltäglichen Welt zuzuwenden. Es ist eine kollektive Angst, die geprägt ist durch die Erfahrung von Verfolgung und Tod im Zusammenhang mit diesem Wissen und dessen praktischem Umsetzen. Doch diese Zeiten sind vorbei und wir sind heute frei, uns wieder dafür zu öffnen und Hilfe und Unterstützung von den „Geistern“ zu bekommen. Gerne helfe ich dir dabei, deine persönlichen Helfer in der Anderswelt zu finden!

Das „Alte Wissen der weisen Frauen“ kehrt allmählich in unsere heutige Lebenswelt zurück. Das heißt nicht, dass wir wieder „zurück auf die Bäume“ gehen werden. Es geht darum, auf einer neuen Ebene das Vergangene mit dem Gegenwärtigen zu verbinden. 

Wir leben jetzt. Wir haben jetzt unsere Probleme, Sorgen und Herausforderungen. Ich möchte dir diese Welt in einer Art und Weise nahebringen, dass sie dich jetzt trägt. Dabei schöpfe ich nicht nur aus dem Erfahrungsschatz meiner Ausbildungen, sondern ganz konkret aus meinem persönlichen Erleben. 

Ich lade dich ein, auszuprobieren, was mir selbst geholfen hat! 

Du erlaubst dir ab heute, eigenen Impulsen in diese Richtung zu folgen und deine Verbindung zur Erde, zu deiner Seele und der Welt „neben“ unserer Welt zu entdecken und wiederherzustellen! 

Denn das ist eine meiner wichtigsten Erfahrungen in Zeiten des Wandels und der Übergänge:„You are never alone!“

Bildquelle: Unsplash

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